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Rezension – Purpurnacht

von Tanya Carpenter

Oh wow, was für ein Roman.
Er spukt während der Lesepausen ständig in deinem Kopf
und hast du ihn zu Ende, denkst du weiter über die Charaktere nach.
So etwas kommt bei mir nicht oft vor. Meistens verhallen die Worte nach einigen Tagen, doch Purpurnacht ist mir nach wie vor immer noch sehr präsent.

Hier erst mal der Klapptext:
Angelique Renier blickt einer gesicherten und glücklichen Zukunft entgegen. Der jüngste Sohn des Comte de Frené will um ihre Hand anhalten. Doch dann wird sie ausgerechnet von dem Bruder ihres Bräutigams vergewaltigt und als Hexe denunziert. Ihr bleibt nur die Flucht, und das Schicksal hält noch viele weitere Prüfungen für sie bereit.

Vielleicht liegt es an der Entwicklung dieser Geschichte. Der Anfang ist noch recht beschaulich. Wir Leser werden auf die Stimmung und Lebensweise der Charaktere eingestimmt. Noch leben Angelique und Pierre in Sicherheit und verlieben sich ineinander.
Es war richtig süß zu erleben, wie keusch die Zwei miteinander umgingen. Hier ein Kuss, da eine Berührung und der Leser merkte wie die zarte Bindung immer fester wurde – zu einer Liebe, die alles überstehen sollte.

Doch das Schicksal spielte Angelique und Pierre übel mit. Pierres Bruder, Jean, war der perfekte Antagonist. So ein gemeines Schwein. Sorry für den Ausdruck, aber ich hätte ihn am liebsten persönlich erschlagen. Er war jedenfalls ein gerissener Hund. Konnte seinen eigenen Hals aus jeder Schlinge ziehen und spielte Angelique und Pierre übel mit. Jedesmal wenn man dachte, es könne nicht schlimmer kommen, kam Jean und machte es um ein vielfaches unerträglicher für unsere Helden. Einmal hatte er mich mit seinen Taten sogar zum Weinen gebracht.

Die Autorin Tanya Carpenter hatte ihren Charakteren mit viel Gefühl fürs Detail Leben eingehaucht. Jeder einzelne Charakter entwickelte sich in dieser Geschichte weiter. Selbst Nebenchars wuchsen mir ans Herz und wurden nicht vergessen. Ich denke nur an das liebe Ehepaar. „Feinheiten sind nicht so sein Ding.“ Der Satz ist mir im Kopf geblieben. Oder Ruben. Ich mochte den Mann sehr. Ihm hätte ich in seinen letzten Monaten noch einmal körperliche Liebe gewünscht. Das die Zwei sich geliebt hatten, merkte man aber es wäre schön gewesen, wenn Angelique sich auch irgendwann körperlich zu ihm hingezogen gefühlt hätte. Ach ja… man kann nicht alles haben.

Lange Rede kurzer Sinn. Leute, lest das Buch! Es ist wirklich gut geschrieben. Emotional, mitreißend, spannend und auch manchmal schockierend.

Verlag: Edel Elements ♦ Autorin: Tanya Carpenter ♦ Seiten: 358 ♦ Preis: Kindle: 5,99 ♦ ASIN: B084WYVTGP ♦ Erschienen am: 13.04.2020

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