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Rezension – Fucking Fulda

Fucking Fulda
Franka Frederik


 

Kurzbeschreibung

Erscheinungstermin: 8. März 2013
Was tun, wenn einen der Job zu längeren Zwischenaufenthalten an fremden Orten zwingt? Essen, schlafen, fernsehen? Das ist Nicole viel zu langweilig. Die hübsche Lokführerin hat an jedem Bahnhof einen Liebhaber und erfüllt sich jede ihrer heißesten Phantasien. Immer streng nach Dienstplan ist sie mal die fesselnde Domina, mal die geile Sexsklavin oder das unterwürfige Hausmädchen. Diese Frau weiß, was sie will und wer es ihr besorgen kann. Eine nicht ganz frei erfundene Tour de Sex durch deutsche Rangierbahnhöfe!

Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548284418
  • ISBN-13: 978-3548284415
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm 
Quelle: Amazon.de

Meine Meinung

Wer meint mit Fucking Fulda einen Roman mit Handlung und Tiefgang zu erhalten, den muß ich leider enttäuschen. Dieses Buch ist nichts weiter als ein Sextagebuch einer einsamen Frau, die meines Erachtens irgendwas sucht und nicht findet. Die Handlung des Buches beschränkt sich auf den Arbeitsalltag einer Lockführerin, ihren Gedanken die meistens ziemlich schlüpfrig enden und die Ankunft in den verschiedenen Hotels, wo sie dann ihren jeweiligen Liebhaber trifft.
Nicole ist wahrlich keine Kostverächterin und sehr nymphoman veranlagt. Das sich die vernachlässigte Ehefrau einen Liebhaber sucht, ist mir plausibel. Aber in jeder Stadt einen anderen? Das finde ich ein wenig übertrieben. Nicole beschreibt sich selber als Hobbyhure und ihre Männer könnten unterschiedlicher nicht sein. Vom jungen Lehrling bis zum alten Greis, vom einfachen Arbeiter bis zum steinreichen Unternehmer ist alles dabei. Genauso breit gefächert sind die jeweiligen Vorlieben ihrer Männer. Die Autorin beschreibt den Sex im Buch sehr direkt und macht auch vor derben Ausdrücken kein halt. Neben dem Sexuellen das 80% der Handlung ausmacht, analysiert Nicole ihre Liebhaber, warum sie so sind wie sie sind.
Ich habe mich nicht nur einmal gefragt ob es diese Lockführerin wirklich gib. Ich stelle mir dieses Leben sehr anstrengend vor und ich rede nicht von der Arbeit. Bei der Autorin soll es sich ja um eine bekannte Autorin handeln, die dieses Buch unter einem Pseudonym herausgebracht hat. Hielt sie ihr eigenes Buch für Schundliteratur, das sich sich lieber für die Anonymität entschied? Für mich war dieses Buch leider nichts anderes als das… nämlich Schundliteratur. Teilweise war es zwar recht unterhaltsam aber dennoch 200 Seiten verschwendetes Papier. Sollte dies ein Versuch gewesen sein, auf dem Erfolgszug Shades of Grey auf zu springen, war das leider vertane Liebesmüh.




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